109Japanisches Zitat 名言
ゆく河の流れは絶えずして、しかももとの水にあらず
ゆくかわのながれはたえずして、しかももとのみずにあらずYuku kawa no nagare wa taezushite, shikamo moto no mizu ni arazu
„Der Fluss strömt ohne Unterlass, und doch ist es niemals dasselbe Wasser.“
Die Bedeutung
Alles erneuert sich unaufhörlich: Der Fluss bleibt, das Wasser wechselt. Die Welt so zu sehen lehrt, sich nicht festzuklammern — und zu empfangen, was kommt.
Der Ursprung
Der erste Satz des „Hōjōki“ (1212) von Kamo no Chōmei, einer der berühmtesten Texte der japanischen Literatur.
Die Zeichen
- ゆく yukudahinfließend
- 河 kawaFluss
- の novon (Verbindung)
- 流れ
- は
- 絶えずして
- 、
- しかも
- もと
- の
- 水
- に
- あらず
のPartikelVerbindet zwei Wörter: Besitz oder Zugehörigkeit, wie „von“.
In der Praxis
Was Ihnen unveränderlich schien, hat sich schon verändert: Sehen Sie es mit neuen Augen an.
Themen
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- 026 覆水盆に返らず Verschüttetes Wasser kehrt nicht auf das Tablett zurück.
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- 165 朝顔に釣瓶とられてもらい水 Eine Prunkwinde hat meinen Brunneneimer umrankt — ich erbitte Wasser beim Nachbarn.
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- 299 国破れて山河あり Das Land ist zerstört; die Berge und die Flüsse bleiben.
- 294 智に働けば角が立つ。情に棹させば流される。意地を通せば窮屈だ。 Zu viel Verstand macht kantig. Zu viel Gefühl reißt fort. Zu viel Wille beengt. Wahrlich, die Welt der Menschen ist schwer zu bewohnen.